5. März bis 3. Mai 2026

ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst
Zitadelle Spandau
Am Juliusturm 64, 13599 Berlin


Freitag bis Mittwoch 10 – 17 Uhr
Donnerstag 13 – 20 Uhr
Der Eintritt ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten

„Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert.“

Walter Benjamins apokalyptische Vision beim Anblick von Paul Klees Gemälde „Angelus Novus“ über den Verlauf der Geschichte ist leider hochaktuell. Die Welt scheint aus den Fugen. Was könnte sie noch retten? In der Ausstellung „Whatever shape your heart is in“ stemmen sich 25 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler gegen diesen Gedanken und appellieren an die Kraft von Liebe, Freundschaft und Solidarität. 

Die vom Verein der Freunde des Rohkunstbau e.V. in Kooperation mit dem Zentrum für aktuelle Kunst (ZAK) in der Zitadelle Spandau initiierte Ausstellung zeigt zeitgenössische Kunst von Berliner Künstlerinnen und Künstlern und ist ein emotionales Statement des ästhetischen Widerstandes und der Hoffnung auf eine menschenwürdige Weltgesellschaft. 

Der Titel der von dem Berliner Kunsthistoriker Christoph Tannert kuratierten Schau, geht auf einen Song des kanadischen Singer-Songwriters Ron Sexsmith zurück, der auf der LP „Hermitage“ von 2020 zu finden ist. Dort heißt es: 

“Even when the news seems very bad – Gotta stay strong On your belief it all depends – Whatever shape your heart is in - Whatever shape your heart is in – Just start again. The battle must be fought again –“

Zu Deutsch: „Auch wenn die Nachrichten sehr schlecht erscheinen -Musst du stark bleiben - Es hängt alles von deinem Glauben ab- Egal, wie es um dein Herz steht - Egal, wie es um dein Herz steht - Fang einfach wieder von vorne an - Der Kampf muss erneut geführt werden –“.

Die Ausstellung „Whatever shape your heart is in“ zeigt Arbeiten von:

Yishay Garbasz / Nachruf 

Sie hoffte auf die aufklärerische Kraft ihrer Fotografien, Videos und raumgreifenden Installationen, die sich mit Demarkationslinien, gespaltenen Gesellschaften und von Katastrophen heimgesuchten Weltgegenden befassten.

In ihrer Kunst drehte sich alles um ihre eigene Geschichte. Als Tochter einer Holocaust-Überlebenden reflektierte sie Themen wie ererbte traumatische Erfahrungen und die Riten der Erinnerungskultur. Als Transperson wandte sie sich gegen die Diskriminierung, der Transfrauen weltweit ausgesetzt sind. Ihr Nonkonformisms widersprach der Einordnung in gängige Kategorien. Mit Herzenswärme begegnete sie allen, die auf sie zugingen. Nun ist Yishay Garbasz im Alter von 56 Jahren in Berlin verstorben. Wir vermissen sie und sind dankbar, dass wir Teile ihres Werkes in der aktuellen Ausstellung „Whatever shape your heart is in“ im ZAK Berlin-Spandau zeigen durften.

Der Vorstand
(Berlin, den 16.03.26)

Literarisches Begleitprogramm

Eine Kooperation vom Verein der Freunde des Rohkunstbau e.V. mit dem ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst

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