ROHKUNSTBAU steht für ortsbezogene, zeitgenössische Kunst. Seit seiner Gründung 1994 organisiert der Verein um den Augenarzt Dr. Arvid Boellert an unterschiedlichen Orten in Brandenburg Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in einem ungewöhnlichen architektonischen Umfeld. Begonnen als kleine Initiative in einer Rohbauruine in Lübben (Dahme-Spreewald) entwickelte sich ROHKUNSTBAU bald von einem Wochenendhappening regionaler Künstlerinnen und Künstler zu einer hochkarätigen Schau mit internationalem Renommée, die durch die Schlösserlandschaft Brandenburgs wanderte. Zu den Ausstellungsorten von ROHKUNSTBAU gehörten die Schlösser Großleuthen, Sacrow, Marquardt, Roskow und Lieberose. Derzeit residiert Rohkunstbau im Schloss Altdöbern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.
Bei den Ausstellungen von ROHKUNSTBAU korrespondieren Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler mit der historischen Architektur und treten mit ihr in Dialog. Das macht die besondere ästhetische Erfahrung eines Ausstellungsbesuch bei ROHKUNSTBAU aus. Zum internationalen Bekanntheitsgrad von ROHKUNSTBAU hat nicht zuletzt der britische Kunsthistoriker Prof. Dr. Marc Gisbourne beigetragen, der die Ausstellungen 13 Jahr lang kuratierte und Stars wie Louise Bourgeois, Mona Hatoum, Alicja Kwade, Thomas Scheibitz, Katharina Sieverding, Jonas Burgert, João Penalva, Julian Rosefeldt, Gerhard Richter oder Elmgreen & Dragset nach Brandenburg holte. ROHKUNSTBAU war zudem mehrfach am Rande der Biennale in Venedig vertreten.
Seit 2025 wird ROHKUNSTBAU von dem Kunsthistoriker Christoph Tannert kuratiert.
