Matthias Garff

Das zentrale Motiv im Werk von Matthias Garff ist das Tier. Der Künstler nähert sich ihm sowohl mittels seiner Skulpturen als auch in performativen Aktionen. In seinen Arbeiten hinterfragt er die zeitgenössische Sicht des Menschen auf die Natur und wie er sich von ihr abgrenzt. Unser alltäglicher Blick auf die Natur beruht auf Erfahrungen in einem städtischen Umfeld, in der Natur vor allem in kultivierter Form oder in enger Verzahnung mit urbaner Architektur erlebbar ist.

Im Zentrum seines Schaffens steht die figurative, skulpturale Praxis. Matthias Garff bedient sich einer breiten Palette an Materialien, zu der vor allem auch Fundstücke und vertraute Gegenstände aus dem Alltag gehören. Die in seinen Montagen und Videoarbeiten geschaffenen Tierfiguren nehmen oft menschliche Züge an. Sie werden bevorzugt als Individuen einer Gemeinschaft entwickelt. In diesen Figurengruppen entspannt sich dann ein Geflecht von Beziehungen, das einem sozialen Gefüge ähnelt und die Vielfalt betont.

Beim diesjährigen ROHKUNSTBAU ist seine Skulptur „Buntspecht“ zu sehen, eine Figur, die die Grenzen zwischen Mensch und Tier, zwischen Artefakt und Lebewesen transzendiert.

Matthias Garff wurde 1986 in Solothurn (Schweiz) geboren. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und war Meisterschüler von Lutz Dammbeck. Matthias Garff lebt und arbeitet in Leipzig.

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