Jörg Mandernach
Jörg Mandernach ist ein Kind der 80er-Jahre. Ästhetisch animiert im Crossover von Malerei, Performance, Popmusik, Theorie und Literatur, ist er ein Künstler, für den das permanente Überschreiten künstlerischer Grenzen Teil der eigenen Wegbestimmung geworden ist. Mal bedient er sich der Technik des klassischen Scherenschnittes aus dem 17. Jahrhundert, mal wandelt er zwischen den Ikonen der Pop-Art oder greift gleich zur E-Gitarre und erzeugt Sounds, die aus der Postpunk-Ära entlaufen sein könnten. Mandernach beherrscht die Kunst des Überschreitens: zwischen Techniken und Genres, zwischen Altbewährtem und dem Wagnis des Experiments, zwischen dem Vertrauen in die Realität und der Macht der Fantasie. What you see is n’t what you get, könnte sein Arbeitsmotto lauten.
Beim diesjährigen ROHKUNSTBAU ist Jörg Mandernachs Installation „The Mother of the Mothers of Inventions“ zu sehen. Mit Hilfe eines Mobiles aus Kartonschnitten und zwei Projektionen wird ein Schattentanz aufgeführt, der Bewegtbild, reale Bewegungen und auch die Schattenwürfe der Betrachterinnen und Betrachter in seinem Werk miteinander verwebt. Eine Reise in einem Karussell zwischen Fact and Fiction
Jörg Mandernach wurde 1963 in Saarbrücken geboren. Er hat Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin und Geographie an den Universitäten Stuttgart und Tübingen studiert. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 1995 gehört er der Künstlergruppe „Die Weissenhofer“ an. Mandernach hatte immer wieder Lehraufträge und Vertretungsprofessuren in Saarbrücken und Stuttgart. Er lebt und arbeitet in Ludwigsburg.
