Abstecher von der Berlin Art Week zum
31. Rohkunstbau
13. September 2026 | Schloss Altdöbern
Andros Foros, Great Battle, 2023 Foto: ©Waldemar Brzezinski, Berlin
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Am letzten Tag der Berlin Art Week 2026 fahren wir um 13 Uhr mit dem Zug von Berlin Ostkreuz nach Altdöbern und besuchen das Barockschloß in dem die renommierte 31. ROHKUNSTBAU-Ausstellung stattfindet.
Nach der Begrüßung sowie einer Einführung in die Geschichte des ROHKUNSTBAU durch Inka Thunecke, Vorstandsmitglied des Vereins der Freunde des Rohkunstbau e.V., besuchen wir gemeinsam die dem Kurator Christoph Tannert die diesjährige Ausstellung „Die Kunst des Überschreitens“.
Was ist das Neue? Und wie kommt es in die Welt? Der 31. ROHKUNSTBAU fragt nach Möglichkeiten und Grenzen der Transformation des Bestehenden. Die Schau konzentriert sich auf die Perspektive der Handelnden innerhalb einer vorstrukturierten Ordnung, kurz: auf die Logik des Überschreitens des Gegebenen hin zu etwas Neuem. Dabei wird der 31. ROHKUNSTBAU auch den berechtigten Zweifel befeuern, ob wirklich alles, was neu ist, auch gleich besser ist und somit das Fortschrittsparadigma der Moderne auf den Prüfstand stellen.
Anschließend kommen wir in der Orangerie zu Kaffee und Kuchen zusammen. Hier ist auch Zeit für den SN-Showroom, in dem wir uns untereinander austauschen können.
Eine Kooperation zwischen dem Verein der Freunde des Rohkunstbau e. V. und Sculpture Network e. V.
Günter Grass Kulturtage Altdöbern
9.10.–17.10.2026 | Altdöbern
© Günter Grass Kulturtage Altdöbern
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Vom 9. bis 17. Oktober 2026 laden die Günter Grass Kulturtage Altdöbern erstmals dazu ein, Literatur, Kunst, Musik und Gespräche zu erleben. Das neue Kulturfestival nimmt die Aufenthalte von Günter Grass in Altdöbern zum Ausgangspunkt und entwickelt daraus ein vielfältiges Programm für die ganze Region.
Mit den Günter Grass Kulturtagen Altdöbern entsteht ein neues, langfristig angelegtes Kulturfestival. Bereits 2027 – im Jahr des 100. Geburtstags von Günter Grass – wird die Reihe mit einer Jubiläumsausgabe fortgesetzt und soll sich als fester kultureller Höhepunkt in der Lausitz etablieren.
Eine Kooperation zwischen dem Verein der Freunde des Rohkunstbau e. V. und den Günter Grass Kulturtage Altdöbern.
[VERGANGEN]
Die Puppe
Wiederentdeckung eines Meisterwerks: Lesung aus Bolesław Prus' Gesellschaftsroman – mit Anna und Nellie Thalbach
28. August 2026 | 19:30 Uhr | Schloss Altdöbern
Collage – links: Nelli Thalbach © Clemens Kroener I rechts: Anna Thalbach © Markus Nass
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Der legendäre polnisch-britische Autor Joseph Conrad (»Herz der Finsternis«) stellte seinen polnischen Kollegen Bolesław Prus (1847–1912) auf eine Stufe mit dem eminenten englischen Romancier Charles Dickens. Zumindest in Deutschland hat Prus das wenig genützt: Von seinem 1200-Seiten-Werk »Die Puppe« (1890) nahm man westlich von Oder und Neiße kaum Notiz. In Polen dagegen hat Bolesław Prus längst seinen Platz in der Literaturgeschichte. Das ihm zu Ehren errichtete Denkmal am Warschauer Königsweg misst beinahe vier Meter. Ins vielstimmige Kolorit des Romans entführen uns die versierten Hörspielsprecherinnen Anna und Nellie Thalbach, die mit ihren unverwechselbaren Stimmen zentrale Passagen aus dem Roman im Wechselspiel vorlesen werden.
Die deutsche Ahnungslosigkeit in Sachen Prus hat der Schweizer Kampa-Verlag dank einer hoch gelobten, 2024 erschienenen Neuübersetzung des Werks durch Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein mit einem Paukenschlag beendet. Neu zu entdecken ist in ihrer kongenialen Übertragung die polnische Antwort auf »Anna Karenina« von Leo Tolstoi. Prus entfaltet ein unendlich reiches Gesellschaftspanorama Warschaus im ausgehenden 19. Jahrhundert zwischen aufstrebendem Bürgertum und Aristokratie und liefert glanzvolle Milieustudien.
Warum dieser historische Stoff heute (wieder) so aktuell scheint, dass »Die Puppe« nach mehreren Verfilmungen aus dem 20. Jahrhundert in diesem Jahr eine weitere polnische Kinofassung erfährt und Netflix an einer Serie dazu arbeitet, aber auch, warum »Lalka« (so der Originaltitel) ein literarischer Solitär ist, der bis heute Maßstäbe setzt: darüber sprechen Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein an diesem Abend im stimmungsvollen Gartensaal des Barockschlosses Altdöbern mit Thoralf Czichon, Literatur-Dramaturg des Lausitz Festivals. Ins vielstimmige Kolorit des Romans entführt die Lesung ausgewählter Passagen.
Eine Kooperation zwischen dem Verein der Freunde des Rohkunstbau e. V. und dem Lausitz Festival
